Tarifvertrag bauhauptgewerbe vwl

Die Flexibilität der Arbeitszeit ist ein wichtiges Thema in der öffentlichen Debatte, da die Arbeitgeber mehr Arbeitszeitflexibilisierung und eine 40-Stunden-Woche fordern, während Arbeitnehmer über Überstunden klagen und mehr Autonomie bei der Festlegung ihrer Arbeitszeit fordern. Während eine Reform des Arbeitszeitgesetzes verschoben wurde, haben sich die tariflichen Tarifpartner auf branchen- und betrieblicher Ebene auf verschiedene Vereinbarungen über die Arbeitszeit verständigt, die eine neue Arbeitszeitregelung für neue Optionen zur Wahl zwischen einer Lohnerhöhung oder mehr Urlaub oder freien Tagen vorsehen. Wo es dich gibt, spielt der Betriebsrat eine wichtige Rolle bei der Beilegung von Streitigkeiten, bevor er vor Gericht kommt. Einzelne Arbeitnehmer sowie Betriebsräte und Gewerkschaften haben das Recht, einen Fall vor Gericht zu bringen. Die Gewerkschaften hingegen haben kein Recht, kollektive Forderungen (Verbandsklagerecht) zu vertreten – das richtige Recht zu bekommen, ist eine seit langem bestehende Gewerkschaftsforderung. Es gibt kein Gesetz, das die Regelung von Streiks oder Aussperrungen regelt. Das Grundgesetz erwähnt – abgesehen von seiner allgemeinen Garantie der Vereinigungsfreiheit – keines von beiden. Die Regulierung von Arbeitskonflikten wurde getrennten Rechtsvorschriften überlassen, und da der Gesetzgeber inaktiv geblieben ist, ist sie faktisch den Gerichten überlassen worden. Die Rechtsprechung wurde vom Bundesarbeitsgericht in späteren Urteilen entwickelt. Darüber hinaus wird die bezahlte Ausbildungszeit auch durch Betriebsvereinbarungen von Arbeitgebern und Betriebsräten gewährt. Diese Form wird am häufigsten im öffentlichen Sektor und in großen Unternehmen umgesetzt. Unite ist nun die einzige oder gemeinsame Unterzeichnende Gewerkschaft für jeden bedeutenden nationalen Tarifvertrag in der gesamten britischen Bauindustrie und auch in der gesamten Lieferkette für Bauprodukte. Betriebsräte sind die Hauptform der Arbeitnehmervertretung auf Betriebsebene.

Wie die jüngsten Daten der IAB-Betriebspanels zeigen, hatten 9 % der Betriebe (rund 40 % der Beschäftigten) in der westdeutschen Privatwirtschaft im Jahr 2016 einen Betriebsrat. Dem stehen 9 % der ostdeutschen Betriebe gegenüber, auf die 33 % der Beschäftigten verfügen. Die Abdeckung variiert stark je nach Betriebsgröße. Nur 9 % der Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten haben einen Arbeitnehmeranteil, gegenüber 86 % der Betriebe mit mehr als 500 Beschäftigten. Die Situation ist an beiden Enden stabil geblieben, und die Situation in kleinen Betrieben hat sich nicht verbessert, obwohl eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahr 2003 darauf abzielte, die Vertretung der Arbeitnehmer zu ermöglichen. In den letzten zehn Jahren ist ein Rückgang der Betriebsratsabdeckung in mittelständischen Betrieben zu beobachten. Ab 2017 sind Tarifverhandlungen und Betriebsratsabdeckung enden in der Kernzone des Systems der Arbeitsbeziehungen – große Fertigungsunternehmen – noch immer stark und im privaten Dienstleistungssektor deutlich schwächer. In Westdeutschland sind rund 41 % aller Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe tarifvertraglich betroffen und werden auch durch einen Betriebsrat vertreten – gegenüber nur 19 % aller westdeutschen Dienstleistungsbeschäftigten und nur 11 % aller Bauarbeiter (Daten aus dem Jahr 2016 – Kohaut/Ellguth 2017).